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HASS-HITPARADE
Das dreckige Dutzend
1. Paidmailer, die nicht auszahlen sind selbstverständlich
der Platz 1
2. Paidmailer, die einfach sang- und klanglos verschwinden,
sind im Grunde genauso schlimm
3. Paidmailer, die nichts versenden und einem mit einem
halbvollen Account sitzen lassen sind am drittschlimmsten, weil
da besteht ja noch Besserungshoffnung
4. Paidmailer, die tonnenweise Mails versenden, aber fast
nichts dafür vergüten,sind am viertschlimmsten,
denn eine anderer Betreiber kann das schliesslich ändern,
der nicht nur auf Netzwerke setzt
5. Paidmails im Massenversand, die alle das gleiche Popup
öffnen, obwohl auch dem Webmaster klar sein dürfte,
dass es eine Reloadsperre gibt, und es eigentlich reicht, wenn
es nur in eine Mail eingebaut wird
6. Webmaster, die glauben, sie brauchen unbedingt zig eigene
Paidmailer, die den Markt noch mehr verstopfen und der Betreiber
obendrein für keines der Programme mehr genug Zeit hat.
Wenn man das schon liest: "Der Webmaster von XXX hat ein
neues Projekt eröffnet". Das klingt schon so stolz
geschwellt - dabei sollte der Webmaster sich lieber schämen
(siehe unten Nerv N°5)
7. Skriptschreiber, die ihre Produkte massenhaft zum
Dumpingpreis anbieten, so das jeder Trottel ein Programm eröffnen
kann und damit die Lage auf dem Werbemarkt weiter verschärfen
8. Webmaster, die zu faul sind, richtige Sponsoren zu suchen,
und sich stattdessen nur bei diesen leidigen Netzwerken anmelden,
wo einem fast nichts vergütet wird (siehe unten Nerv N°5)
9. Webmaster, die ihr Programm hauptsächlich zu Refjagd
nutzen, und damit eine Kreislaufwirtschaft untersützen,
die leicht zusammenbricht (siehe unten Nerv N°4)
10. Webmaster, die gerne viele unbezahlte Spam-Newsletter
versenden, statt wenigstens etwas dafür zu vergüten
- immerhin haben sie vom Sponsor auch etwas erhalten
11. Webmaster, die dringend Rechtschreib-Unterricht (siehe
unten Nerv N°2) und/oder einen Benimmkurs benötigen
- das beinhaltet auch mangelnden Support
12. Netzwerke - punkt 12 ist einfach nur "Netzwerke"
und jeder weiss warum
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NERV N°6
Alberne Programm-Namen
Es ist ja kein Wunder: Da hat man schon unbedingt
geglaubt, den 98.547 überflüssigen Paidmailer eröffnen
zu müssen und hat doch tatsächlich ein paar Kreuzerchen
investiert, um sich ein solches Klonskript zu leisten.
Und dann stellt man bei der Minimal-Anpassung fest, man muss
ja einen Namen für den "Dienst" haben. Dummerweise
sind schon so gut wie alle vernünftigen Namen vergeben.
Sicher, die meisten Mailer haben gottseidank schon längst
das Zeitliche gesegnet - der Webmaster lässt die Domain
aber entweder verschimmeln oder leitet damit auf irgendeine
Shop-Werbekram-Seite.
Also muss man sein Hirn zermartern und dann kommt schon auf
einen albernen Namen, und muss nun nur noch eine hübsche
passende Grafik für den Header-Bereich zusammenpinseln.
Fertig ist der nächste Paidmailer der billigen Art und
man braucht sich jetzt schnell noch bei ein paar Netzwerken
anzumelden.
Zur Promotion finden sich sicher einige ähnlich strukturierte
Webmasterkollegen und ein paar gierige Refjäger (wahlweise
kann man auch, wenn es der eigene 4., 5. oder 6. Klon-Paidmailer
ist, Werbung für sich selbst machen. Gut, dass es Refback
zum Bauernfang gibt.
Prompt versammeln sich ein paar hundert User, die man dann schön
tonnenweise mit 0,05-Cent-Mails bombardieren kann, und die auch
alle noch ganz dankbar dreingucken für diese nette Beschäftigungstherapie.
Hervorragende Beispiel für alberne Namen:
- Dream-Dog-Mails.de: "Traumhunde" versenden Paidmails??
- Silvester-2009.de - Wie lange will er denn damit online bleiben?
- Wellensittich-Mailer.de - ja genau ...
- Midway1942-Mails.de - super! Military ist beautiful!
- Wunde-Finger.de - DER hats erfasst!
- Aria51.de - Wenn schon dann "AREA"!
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NERV N°5
Programmanhäufung und Netzwerk-Nutzung
Manche Personen können es offenbar nicht lassen,
nicht nur ein oder maximal zwei Programme gleichen Typs laufen
zu lassen. Durch die Billigskripte ist es dummerweise so leicht
möglich, gleich viele Paidmailer nebenbei aufzumachen.
die sehen sich dann alle verdammt ähnlich, weisen nahezu
die gleichen "Features" auf und haben alberne Namen,
weil den unbedarften Privatpersonen, die sie betreiben, nichts
Besseres einfällt. Was eine solche Person dazu treibt,
das Netz mit seinen Billigmailern zu beglücken, ist unklar:
Der Wunsch, so von Hartz IV unabhängig zu werden? Die Hoffnung,
das Taschengeld von den Eltern aufzubessern? Die Hoffnung, beim
Geldverdienen endgültig am Stuhl kleben bleiben zu dürfen?
Wer weiss ... In jeden Fall tragen sie verstärkt dazu bei,
das Geldverdien-System weiter ad absurdum zu führen und
letztendlich zu zerstören. Gerade wer viele Programme betreibt,
zeigt doch, dass er offenbar unfähig ist EINES erfolgreich
zu betreiben. Masse statt Klasse soll es dann richten. Wer sich
also bei einem Paidmailer anmeldet, der sollte lieber vorher
das Impressum studieren und gucken, wie oft er den Namen schon
gelesen hat, damit man weiss, worauf man sich eventuell einlässt.
Die einzigen die wirklich von der ganzen Sache auf Dauer profitieren,
sind die Skriptschreiber bzw. -reseller - aber so ist das nun
mal im freien Kapitalismus ...
Wie schon mal gesagt: es ist weder verboten, noch unredlich,
viele Programme im Klonverfahren aus dem Boden zu stampfen.
Aber es trägt einfach 1. nicht zu einer guten Gesamtsituation
bei und 2. kann man sich wohl kaum noch richtig um seine Programme
kümmern, wenn zuviele davon besitzt. Man verdient auch
daran höchstwahrscheinlich nicht genug, um das im Stil
einer großen Firma, mit mehreren Mitarbeitern zu betreiben.
Die Betreuung geht dann meist eher im Fließbandverfahren
ab.
Wie das Ganze von der Betreiberszene aus gesehen wird, verdeutlicht
am Besten eine Auktion, die bei Ebay stattfindet/bzw. bald stattfand:
Shop-Mailer
ist das Verkaufsobjekt. In der Beschreibung der Auktion kann
man u. a. wortwörtlich (Zitat mit Rechtschreibfehlern)
lesen:
(...) in wenigen Minuten sind viele Mails von Werbenetzwerken
eingebucht
23 Werbenetzwerke stehen zur auswahl (...) MT Sktip auch
für Anfänger geeignet (...)
Da sieht mal also, wie einfach das geht: ein paar Netzwerkanmeldungen
und fertig ist die Sache - gerade auch für Anfänger,
die keine Ahnung vom Geschäft haben. Und so sieht es dann
eben auch aus: Anfänger, die sich keine große Mühe
geben, betreiben Programme, mit denen die User nur viel Arbeit
aber kaum Verdienst haben, weil die Besitzer keine Lust haben,
besser bezahlende Sponsoren zu finden. Aber wo sollen so viele
Sponsoren auch herkommen? Man kann nur hoffen, dass die natürlich
Auslese bald das inflationäre Problem und diesen unsinnigen
Spuk wieder beenden, bevor auch die guten Anbieter daran irreparable
Schäden nehmen.
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NERV N°4
Gegenseitige Referraljagd
Was soll es den Programmbetreibern langfristig bringen,
aus Sponsorenmangel in der Hauptsache nur andere Programm zu
bewerben, um mit möglichst mit vielen Referrals eine schnelle
Auszahlung dort zu erreichen? Das Geld fließt zwar in
die Payrate ein - aber es kommt kein Geld ins Gesamtsystem der
Paidmailer - sondern wird nur hin her geschoben, nach dem Prinzip:
den Schwächsten beißen die Hunde. Aus längere
Sicht gesehen, zerstört das Verhalten das System und damit
die meisten Paidmailer.
Aber wenn man es natürlich genau überlegt, ist das
vielleicht die beste Lösung, die Flut von Anbietern endlich
wirkungsvoll einzudämmen. Man sollte nur diejenigen Programme
meiden, bei denen die Zahl der Sponsoren niedrig und die Referraljagd
sichtbar im Vordergrund steht. Dieser Webmaster versteht entweder
nichts vom Spnsorensammeln oder er legt es mit seinem Programm
sowieso nur darauf an, gute Downlines bei den Kollegen zu bekommen.
In beiden Fällen wird er nicht lange im Geschäft bleiben
- im ersten Fall aus Dummheit - im zweiten Fall aus Berechnung.
Der User guckt in beiden Fällen in die Röhre.
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NERV N°3
(Internet-)Dummdeutsch
Ist es Schreibfaulheit oder ist der klägliche
Wunsch cool zu wirken? Wie in den meisten Subsystemen -
und vor allem, wenn sich besonders viele Kiddies darin befinden
- entsteht eine eigene Sprache. In diesem Fall ist es zwar
nicht so schlimm wie in anderen Bereichen (zum Beispiel
bei den Onlinegames oder in Foren). Dennoch gibt es einige
Begriffe, die gehen normalen Menschen auf die Nerven. Sie
sind weder cool noch - wie es so dämlich heisst - "stylisch".
Bestes Beispiel ist der sogenannte "Webbie" =
eigentlich Webmaster und damit der Programmbetreiber. Was
soll diese infantile Verniedlichung? Sind wir im Kindergarten?
Das erzeugt zwischen User und Betreiber keine "Bürgernähe"
sondern rückt ihn doch eher in ein lächerliches
Licht, als wenn er das Ganze nicht richtig ernst nehmen
würde.
Warum nennt man andererseits die Seiten, in denen man sich
gleichzeitig für mehrere Programme anmelden lassen
kann "Autoregger"? Was ist wieder für ein
albernes Wort? Sicher abgeleitet vom eingebürgerten
und genauso dämlichen Wort "Progger" = dem
Programmierer. Regger soll die Abkürzung für Registrierer
oder Registrierprogramme sein. Aber dafür reicht schon
wieder die Zeit nicht und klingt ja auch wahnsinnig uncool
... Regger dagegen klingt ganz toll!
Wir werden in der Zukunft weitere solchen Dummdeutsch-Begriffe
hier zusammensammeln.
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NERV N°2
Rechtschreibschwächen
Man hat sich leider schweren Herzens daran gewöhnt,
dass auf eine korrekte Schreibweise nur noch wenig Wert
gelegt wird. Teilweise ist die Rechtschreibfehlerflut auf
tatsächliches Unwissen zurückzuführen. Man
sollte eben doch lieber noch ein paar Jahre in die Schule
gehen, bevor man sich endgültig vor dem Bildschirm
verschanzt. Teilweise ist es aber auch nur Faulheit oder
gnadenlose Ignoranz. Was mussten wir schon für Newsletter
mancher Programmbetreiber zurückschicken, weil man
nicht mal den Sinn richtig verstanden hat. Interpunktion
ist sowieso gerne ein Fremdwort. Wozu Kommas und Punkte
setzen, wenn man auch die Wörter schön einfach
aneinanderklatschen kann. Der Leser kann dann seine eigene
Interpretation und Phantasie anstrengen. Wozu Wörter
so schreiben, wie man sie richtig schreibt, wenn man sie
doch auch einfach so schreiben kann, wie man sie einmal
mit einem halben Ohr aufgeschnappt hat und jetzt auch gerne
einmal benutzen möchte. Manche wissen dies und in ihrer
Ignoranz setzen sie lieber den bescheuerten Satz "wer
Rechtschreibfehler findet, der darf sie behalten" an
den Schluß ihrer wertvollen Ausführungen. Wenn
man so einen selbstentlarvenden Satz findet, kann man schon
auf die Person Rückschlüsse führen: dieser
Mensch hat bereits alle Hoffnungen auf Besserung aufgegeben
und versucht dies mit gespielter Coolness und was er für
Humor hält, zu überspielen. Tja, für eine
SMS an den Kumpel reicht es - aber als Webmaster und Programmbetreiber
sollte man etwas Schulbildung besitzen - auch wenn es der
eine oder andere für völlig überflüssig
und uncool hält. Tippfehler macht jeder, das ist nicht
das Problem und in Hektik kann schon mal was danebengehen
- aber das kann man schon davon unterscheiden. Lässt
man erstmal flächendeckend zu, dass Rechtschreibfehler
salonfähig werden, dann wird das über kurz oder
lang immer und immer schlimmer, bis jeder nur noch so schreibt
wie er will oder es gerade noch so kann.
Auch hier werden wir sich wiederholende Beispiel auflisten.
Zunächst nur ein Beispiel: "du erhälst
einen Bonus von ..." Wo ist da das zweite "t"?
das wor kommt nicht vom "Hals", sondern vom "Erhalten"
daher: "erhältst"!!
Es heisst nicht "Schnäpchen" sondern
"Schnäppchen" und "Erhohlung"
kommt nicht von "hohl" (den Wortwitz dazu ersparen
wir euch) sondern von "holen" also korrekt: "Erholung".
Den tatsächlich bereits sogenannten "Deppenapostroph"
wollen wir hier lieber gar nicht auswalzen. Wir fragen nur
kurz, wie man so dumm sein kann, beim Plural-S einen Apostroph
davor zu setzen. Nicht mal im Englischen ist das so!
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NERV N°1
Phantasievolle Userhürden
Minusmails müssen wahrscheinlich wirklich
sein, um diejenigen User zu bestrafen, die Mails automatisch
bestätigen oder im Hintergrund, ohne sie anzuschauen,
bestätigen. Aber: die Minusmails sollten schon in einem
angemessenen Verhältnis zu den versendeten Paidmails
stehen. Es gibt da so einige - gottseidank wenige - Anbieter,
die schicken nur ein paar sparsame Mails pro Monat und haben
die Dreistigkeit, trotzdem turnusmäßig Minusmails
zu verschicken.
Dann gibt es da wieder andere Programme, die verlangen doch
tatsächlich, dass man sich hin und wieder Einloggen
muss, um nicht den Account zu verlieren. Wenn man also fleißig
die Surfbar laufen lässt, brav alle Paidnails bestätigt,
und sich nicht einloggt, weil man einfach nichts zu meckern
hat, dann fliegt man laut AGB dennoch hinaus, weil man als
inaktiv gilt? Was soll das denn für eine Idee sein?
Klingt wie eine überflüssige Schikane. Aber sicher
haben die Betreiber eine schlaue Begründung parat.
Über die geforderten Bestätigungsraten wollen
wir allerdings tatächlich nichts sagen. Die sind schon
gegenüber den echten Sponsoren notwendig und halten
die reinen Referralgeier ab. Paradox nur dann, wenn die
Programmbetreiber selber eigentlich Referraljäger sind
...
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