1999 begann die Geld-Grube als Dreifach-Portal, für
Geld verdienen, sparen und gewinnen. Die Spar-Sektion
wurden nach einigen Jahren gekappt. Wenn nicht genug
Zeit dafür aufgewendet wird, kann man mit den anderen
Sparportalen einfach nicht mithalten. Die Mühe
lohnt also nicht und besser man konzentriert sich auf
einen Bereich. Der Gewinnsektor ist ein heikles Thema
- zu leicht kommt man in Händel mit evtl. Inhalten
(wie Wettlinks) von Programmen, die einem zwar Reflinks
geben, aber man wird so mitveranwortlich für Dinge
am Rande der Legalität und das muss ja nicht sein.
Die Zeit der Surfbars
Das Geldverdienen im Internet war zu dieser Zeit geprägt
von US-Anbietern und von den auch deutschen
Surfbars,
wie
Alladadvantage,
Fairad
und
Cyberprofit. Man hoffte auf Auszahlungen
bei einem Stundenverdenst pro Surfbar von etwa 1 DM
und liess gleichzeitig 4 Surfbar laufen, um auf diese
Weise zumindest auch die Onlinekosten (ohne Flatrate
damals) hereinzuspielen.

Das System war unbezahlbar und ging bald in die Binsen.
Von den US-Anbietern war auch nicht alles seriös.
Klamm gab es schon, wurde aber aufgrund
der Vergütungshöhe ziemlich belächelt
- zu unrecht wie sich später herausstellte. Und
ein paar anachronistische Paidmailer die
Emailverdienst
verschickten 3 bis 5 Mail pro Monat. Wer damals schnell
schaltete, konnte mit Reflinks für die Surfbars
ein Vermögen machen.

Die Payraten bei den Bars, die nicht aufgeben wollten
wanderten in den Keller, in denen sie heute noch sind
und die anderen machten einfach dicht. Damals krähte
noch kaum ein Hahn danach, man zuckte mit den Schultern.
Nenebebei konte man mit den
Meinungsportalen
wie
Ciao oder
Yopi noch
gutes Geld verdienen. Für einen Beitrag gab es
einen flotte Mark und für jede Berwertung konnte
man nochmal 10 Pfennig einsacken. Kein Wunder, dass
das bald unbezahlbar war. Die Vergütungsyssteme
wurden rasch umgestellt.
hier
haben wir noch eine lustige Geldseite aus alten Tagen
im Netz gefunden
und
hier noch eine weitere
und da noch eine dritte
Die Bezahlte-Startseiten-Inflation
Nach dem Niedergang der Surfbars kam als zweite echte
Generation die
Startseiten im Schlepptau von
Klamm. Da fallen einem auch viele Namen
ein, die schon längst Geschichte sind. An der Vergütunghöhe
und dem System hat sich seitdem nichts geändert.
aber schon damals wurde klar, wenn es zuviel wird, wird
es einfach zuviel. die vielen Programme buhlten um die
Sponsoren und die ehrwürdigen Netzwerke wie
Adbutler
oder
Affilinet führten bald Notbrernsen
ein und nahmen keine solchen Programm mehr auf, die
nun ihre Paidlinks nicht mehr füttern konnte.

Auto-Programme liessen einem die Startseiten der Reihe
nach abrufen und kaum ein User erwirtschaftete mehr
Geld für die Prpogramme. Damit gingen also auch
die Startseiten pleite. Zum zweiten Mal wurden also
die Grenzen des Systems überschritten: Hat sich
zuvor schon kein Nutzer für die Werbebanner in
den Surfbars interessiert und Zwangsklicks machten die
Sponsoren rebellisch, so nutzten die User die Artseiten
nur als billige Geldmaschinchen. Bei der Vergütung
ist eben eine Startseite zuwenig und für viele
hat man nicht genug Zeit, um sie auch zu nutzen
eine Farce also.
Virtuelle Währungen
Zu der Zeit begann auch der Rummel und die Klammlose.
Eine künstlich geschickt strategisch aufgebaute
Internetwährung, die keiner braucht, die zu fast
nicht nütze ist und dennoch sind alle geil drauf
geworden. Wie solche Mechansimen funktionieren soll
mal einer nüchtern betrachtet verstehen ... Im
Zuge dessen kamen weitere auf die gleiche Idee mit mäßigerem
bis keinem Erfolg. Trittbrettfahrer haben es eben immer
schwer. Einzig die Primera haben sich ein wenig durchgetzt
- auch hierüfr fragt man sich warum eigentlich?
inziwchen sind auch eine Paidmailer entstanden. So langsam
kursierten die ersten Skripte, die man relativ preiswert
erwerben konnte. Da es allerdings Arbeit bedeutete,
Sponsorne zu finden, blieb alles gottseidank im Rahmen.
Die Betreiberin von
Bonimail ist eine
der Webmaster, die von da an bis heute weiss, wie es
eigentlich richtig geht.

Damals war auch die grosse Zeit von
Paid2Mail
(verschickt fast nichts mehr),
MGV24
(wurde unrühmlich beendet),
Email4Cash (vergütet nicht mehr)
und
Infomails (verschickt fast nur noch
Bonusmails, die nicht umgerechnet werden). Bezahlte
Foren setzten sich nicht lange durch und auch die Paidview-Seiten
waren kein Erfolg.
Netzwerke begründen die 3. Generation
Als dann die Skripte immer billiger wurden
und die ersten Netzwerke für die sogenannten
"Sonderfälle" aufkamen, war
die 3. Generation geboren und zum dritten
Mal ufert alles aus. Die Vergütungen
für die "Forced"-Sponsoren
sind ein Witz - wie sollte es auch anders
sein - für die Werbung interessiert sich
wieder mal keiner. Von Anfang an versuchten
viele Webmaster, die mit ihrem schnell zusammengestöpselten
Programm auf den fahrenden Zug aufsprangen,
hauptsächlich auf Refjagd zu gehen, was
das System natürlich noch mehr ad absurdum
führt. Heute ist alles völlig unüberschaubar
geworden. Solange die User, die nichts anderes
kennen, diese mickrigen Vergütungen akzeptieren,
kann das System wohl noch lange bestehen.
Die aktuellste Pest sind die Autoregger die
alles immer noch mehr und mehr multiplizieren,
ohne das Geld ins System fliesst.
Eine Renaissance der Surfbar in Form von InetCash
erwies sich als grober Irrtum.
Immer mehr Webmaster setzen auf die eigentlich
schon lange bestehenden Bonusprogramme von
Sponsoren (PayperLead oder perSignup). So
lange dies nur in dem Maße gab, wie
es seit Jahren üblich war, macht das
auch Sinn. Aber wenn jetzt immer mehr und
mehr wieder einen fahrenden Zug entdecken,
wird auch das schnell außer Kontrolle
geraten. Das Gemecker der Wemaster über
die User, die sich nirgends anmelden ist dabei
dann zum ersten Mal unberechtigt. Denn, dass
die bei vielen Programmen dabei sind, ist
ja wohl klar, und dass man sich überall
nur einmal anmelden kann auch.
Und was kommt dann?
Wie es weitergeht, ist noch unklar. Die 3.
Generation muss wahrscheinlich auch erst hopps
gehen, bevor es vielleicht beim evtl. vierten
Mal gesitterer und übersichtlicher zugehen
kann. Nur: das ist ein frommer Wunsch.
Immer wird es Menschen geben, die sich mit
ihren Skripten goldene Nasen verdienen und
dabei das System empfindlich treffen bis zerstören.
Immer wird es Menschen geben, die statt einen
richtigen Job zu haben, ihr Heil als Paid4-Webmaster
suchen und raffen, was nur geht. Immer wird
es schwarze Schafe geben - und weiße,
die keine Ahnung haben. Die einzige Hoffnung
liegt in der Selbstregulation des Marktes.